Informationen für das Umfeld bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa


Familie, Freunde, Partner und Kollegen

Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung:
Von außen ist sie nicht zu sehen, jedoch gibt es kaum
einen Lebensbereich, auf den sie keinen Einfluss nimmt.
Familie, Arbeit, Freizeit, Freundeskreis, Partnerschaft –
alle Personen aus dem näheren Umfeld von Menschen
mit CED können dazu beitragen, diese zu unterstützen.
Thema
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Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Kurz gefasst


Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) – was steckt eigentlich dahinter? Hier die wichtigsten Fakten.
Fakt ist ... Das bedeutet für Menschen mit CED ...
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind die beiden Hauptformen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
Je nachdem, welche der beiden Erkrankungen vorliegt, können die genauen Beschwerden und Folgen unterschiedlich sein. Auch jede Krankheit an sich ist verschieden: Ausprägung der Entzündung, Häufigkeit von Schüben und mögliche Komplikationen. Daher wird auch für jeden Menschen mit CED eine individuelle Behandlung gefunden.
Hauptmerkmal von CED ist eine Entzündung im Verdauungstrakt.
Die Erkrankung ist mit vielen tabuisierten Themen verbunden: ständiger, starker Durchfall, Blähungen, immer eine Toilette in Reichweite haben zu müssen. Offen damit umzugehen, ist nicht immer einfach oder möglich.
Die häufigsten Beschwerden sind Bauchschmerzen und Durchfall.
Die Krankheit kann zu einer großen Belastung werden und viele Lebensbereiche einschränken. Ein normaler Alltag ist häufig gar nicht möglich, wenn Durchfälle dazu führen, dass mehr als 20-mal am Tag die Toilette aufgesucht werden muss, die Schmerzen unerträglich sind, Übelkeit und extreme Abgeschlagenheit noch hinzukommen.
Chronisch bedeutet, dass CED nicht geheilt werden können – wenn auch behandelt.
In den meisten Fällen begleitet die Krankheit das ganze Leben. Das bedeutet, dass sich die Beschwerden und dadurch entstehenden Einschränkungen durch sämtliche Lebensphasen ziehen können: Schule, Ausbildung, berufliche Weiterentwicklung, Partnerschaft, Familienplanung, Freizeitaktivitäten und vieles mehr. Was ist möglich und welche Grenzen setzt die CED? Diese Frage stellt sich Menschen mit CED immer wieder.

Typisch für CED ist, dass sie schubweise verlaufen: Zeiten mit Beschwerden wechseln sich mit Phasen ab, in denen die Krankheit zur Ruhe kommt oder vielleicht auch nur weniger stark ausgeprägt ist.

Die Einschränkungen durch die Krankheit sind nicht immer gleich. Was im Schub nicht möglich ist – hinsichtlich Arbeit, Freizeit, Familienleben – kann in anderen Momenten wieder besser möglich oder ganz normal sein. Die Folgen können also von Tag zu Tag verschieden sein und man sieht es Menschen mit CED auch nicht unbedingt an, wie es ihnen geht.
Mehr als 300.000 Menschen in Deutschland haben eine CED. Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr.
Erste Liebe und Familiengründung, Berufswahl und Karriere – wichtige persönliche Entwicklungen und entscheidende Lebensphasen müssen mit der Krankheit bestritten werden. Entscheidungen können dadurch schwieriger werden, das Erreichen von Zielen kann mehr Energie kosten – weil die CED der ständige Begleiter ist.
Es gibt nicht nur eine Ursache, die eine CED auslöst. Mehrere Faktoren müssen zusammenfallen – darunter auch eine erbliche Veranlagung.
Niemand hat Schuld daran, wenn er eine CED bekommt und er hätte auch nichts dafür tun können, um das zu verhindern.
Es gibt unterschiedliche Medikamente, mit denen CED gut behandelt werden können. Manchmal, wenn die Krankheit besonders stark ist oder sich Komplikationen zeigen, lässt sich auch eine Operation nicht vermeiden.
Eine dauerhafte Behandlung, regelmäßige Arztbesuche, mögliche Krankenhausaufenthalte – auch das „Management“ der Krankheit kann Zeit und Kraft kosten. Manchmal dauert es auch eine Weile, bis die passende Behandlung gefunden ist.


Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – das sind die Unterschiede

  • Kann im gesamten Verdauungstrakt – vom Mund bis zum After – auftreten
  • Alle Schichten der Darmwand können entzündet sein
  • Die Entzündung ist in verschiedenen Bereichen des Darms verteilt, gesunde Darmabschnitte wechseln mit kranken Abschnitten ab
  • Betrifft nur den Dickdarm und den Enddarm
  • Nur die Darmschleimhaut, die oberste Schicht der Darmwand, ist entzündet
  • Die Entzündung breitet sich gleichmäßig im Dickdarm aus, ausgehend vom Enddarm
Erstellt am: 15.09.2014
Zuletzt geändert am: 11.01.2016
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