Im Gleichgewicht mit Morbus Chron und Colitis ulcerosa

Die CED kann Dein Leben ganz schön durcheinanderbringen. Werde aktiv: Informiere Dich, such Dir Austausch und Unterstützung. So lernst Du Schritt für Schritt, die Krankheit zu akzeptieren und gut mit ihr zu leben. So kann das Leben trotz CED zu einem Leben mit CED werden – und die Lebensqualität verbessert sich kann und welcher Arzt Bescheid weiß.

PD Dr. med. Claas Lahmann

Prof. Dr. med. Claas Lahmann
Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.

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Im Gleichgewicht mit Morbus Crohn und
Colitis ulcerosa

Die CED kann Dein Leben ganz schön durcheinander-
bringen. Werde aktiv: Informiere Dich, such Dir
Austausch und Unterstützung. So lernst Du Schritt
für Schritt, die Krankheit zu akzeptieren und gut mit
ihr zu leben. So kann das Leben trotz CED zu einem
Leben mit CED werden – und die Lebensqualität
verbessert sich kann und welcher Arzt
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Prof. Dr. med. Claas Lahmann
Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.
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Thema
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Entspannung bei CED: Stress neu begegnen


Wenn Du für Entspannung sorgst, löst Du Anspannung und baust dadurch Stress ab. Die Stressreaktion Deines Körpers auf Belastung kann so verringert werden. Das heißt: Bist Du entspannter, fallen Stressquellen weniger ins Gewicht. Doch Entspannung kann noch mehr: Sie sorgt für mehr Wohlbefinden. Da auch Deine CED eine Ursache für Stress sein kann, solltest Du für ausreichend Ausgleich sorgen. Zur Entspannung führen viele Wege. Finde heraus, was für Dich persönlich die beste Methode ist. Das kann Sport sein, Lesen, der eigene Garten, ein Waldspaziergang, guter Musik zu lauschen – oder selbst ein Instrument zu spielen.

Entspannungstechniken im Profil

Besonders effektiv sind gezielte Entspannungstechniken. Regelmäßig angewendet, sorgen sie dafür, dass Du für einige Augenblicke dem Alltag entfliehen kannst, Abstand gewinnst und neue Kraft tankst. Jede der Methoden muss regelmäßig durchgeführt werden, damit sich Entspannung einstellt, einige davon benötigen darüber hinaus etwas Übung. Gib also nicht gleich auf, wenn Du etwas ausprobierst – dranbleiben lohnt sich.

Eine Auswahl an Entspannungstechniken

Achtsamkeit

Stressbewältigung durch Achtsamkeit, auch Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) genannt, wurde in den 1970er-Jahren von dem amerikanischen Mediziner Jon Kabat-Zinn zunächst für Menschen mit chronischen Erkrankungen entwickelt. Bei MBSR verbindest Du Körperwahrnehmungsübungen, Yogaübungen und Achtsamkeitsmeditation miteinander. Dabei richtest Du Deine Aufmerksamkeit ausschließlich auf den aktuellen Moment, bewertest diesen jedoch nicht, sondern nimmst ihn als neutral an. In Kursen über acht Wochen mit wöchentlichen Treffen kannst Du die Technik erlernen. Ziel ist es, auch im täglichen Leben nicht vorschnell zu urteilen und sich nicht von Empfindungen gefangen nehmen zu lassen, sondern gelassener zu werden und ganz bewusst zu entscheiden.   
Entspannungseffekt    
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Meditation

Es gibt unterschiedliche meditative Verfahren. Viele von ihnen sind sehr alt und haben einen religiösen Ursprung. So stammt die Zen-Meditation z. B. aus dem Buddhismus. Beim Meditieren fokussierst Du Dich im Geist auf eine Sache und versinkst ganz in Dir selbst. Das kann die Atmung sein, ein Wort, ein Gefühl oder eine Empfindung. Taucht der Gedanke an etwas anderes auf, lässt Du ihn einfach vorüberziehen. So erhältst Du Abstand zum Alltag. Um Meditieren zu lernen, benötigst Du viel Übung, Geduld und eine fachkundige Anleitung. Aber wer geübt ist, kann fast überall meditieren.
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Autogenes Training

Autogenes Training wurde in den 1920er-Jahren vom Berliner Neurologen Johannes Heinrich Schultz entwickelt und gehört zu den Entspannungstechniken, die am weitesten verbreitet sind. Hierbei beeinflusst Du gezielt bestimmte Funktionen Deines Körpers mithilfe der eigenen Vorstellungskraft. Dadurch erreichst Du unterschiedliche Reaktionen. Wärme, Schwere oder Kühle, die Du mit Deinen Gedanken erzeugt hast, können so zu körperlicher Entspannung und innerer Ruhe führen. Es werden Formeln eingesetzt, mit denen die Reaktionen erreicht werden können, z. B. „Atmung ruhig und gleichmäßig“. Autogenes Training kann so Deine Muskulatur entspannen und Atem sowie Puls beruhigen. Die Methode erlernst Du am besten in einem Kurs. Es gibt aber auch CDs für zu Hause. Durchgeführt wird sie im Sitzen oder im Liegen. Wichtig ist eine ruhige Umgebung. Wenn Du die Technik beherrschst, kannst Du innerhalb von wenigen Minuten eine tiefe Entspannung herbeiführen – auch wenn Du nicht in einer ruhigen Umgebung sitzt oder liegst.
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Progressive Muskelentspannung

Die auch Progressive Muskelrelaxation (PMR) genannte Methode wurde 1934 vom amerikanischen Physiologen Edmund Jacobson entwickelt. Dabei spannst Du einzelne Muskelgruppen in einer bestimmten Reihenfolge ganz bewusst an. Die Spannung wird einige Sekunden lang gehalten, danach gelöst, und Du spürst dem Gefühl des Loslassens nach. Durch das Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung nimmst Du letztere besonders deutlich wahr. Körperliche Entspannung und psychische Anspannung schließen sich gegenseitig aus, daher führt PMR auch zu psychischer Entspannung. So einfach das Prinzip der PMR auch ist – wissenschaftlich ist die Wirksamkeit vielfach belegt. PMR kannst Du in einem Kurs erlernen, aber auch ganz selbstständig mithilfe einer CD. Durchgeführt wird die Technik im Liegen oder im Sitzen.
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Qigong

Qigong (auch Chigong) ist eine sehr alte traditionelle chinesische Form von Gesundheits- und Meditationsübungen sowie Teil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Du verbindest beim Qigong Atemübungen, Körperübungen und Meditation miteinander. Weiche, fließende Bewegungen bringen Atmung, Körperhaltung und Bewusstsein in Einklang. Ungleich verteilte Energien können wieder frei fließen. Neben dem entspannenden Effekt soll Qigong die Abwehrkräfte steigern und die Stressresistenz erhöhen. Qigong erlernst Du in Kursen durch regelmäßige Übung. Eine Besonderheit: Die Technik fördert neben der Entspannung die ganzheitliche Gesundheit.
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Tai Chi

Die heute angewendeten modernen Tai-Chi-Stile haben ihren Ursprung in einer chinesischen Kampfkunst. Als Entspannungstechnik wird eine meditative, langsame Form des Tai Chi ausgeübt. Dabei führst Du sehr langsame und bewusste ineinander fließende Bewegungsfolgen aus. Tai Chi kommt dabei ganz ohne Kraft- und Hebelwirkungen auf den Körper aus. Du entspannst, steigerst die Selbstwahrnehmung sowie Konzentrationsfähigkeit. Am besten erlernst Du diese Technik in einem Kurs mit fachkundiger Anleitung. Neben dem Entspannungseffekt verbesserst Du mit Tai Chi die Koordination und Beweglichkeit.
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Yoga

Yoga gehört zu der traditionellen indischen Heilkunde Ayurveda. Zunutze macht sie sich den engen Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele. Die bei uns bekannteste Form ist das Hatha-Yoga. Beim Yoga verbindest Du Entspannungs-, Atmungs- und Körperübungen miteinander. Diese Kombination fördert bei regelmäßiger Übung Deine Konzentrationsfähigkeit und innere Ausgeglichenheit. Um Yoga zu erlernen, besuchst Du am besten einen Kurs oder wendest Dich an eines der Yogazentren, in denen häufig auch Einzelstunden angeboten werden.
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Sport

Erste Nachweise für Sport in der Geschichte der Menschheit sind schon vor mehr als 3500 Jahren zu finden. Zunächst stand der Wettbewerbs- und Kampfaspekt im Vordergrund, bevor körperliche Aktivität im heutigen Sinne zur Stärkung oder Zerstreuung genutzt wurde. Vielleicht hast Du Sport unter den Entspannungstechniken gar nicht vermutet. Er kann jedoch durch seine vielfältigen Effekte durchaus dazu gezählt werden. Wenn Du Sport treibst, kannst Du Energien lenken und so dafür sorgen, dass Stresshormone abgebaut werden und Du besser mit Stress umgehen kannst. Um Stress abzubauen, wählst Du am besten eine Ausdauersportart wie Laufen, Fahrradfahren oder Schwimmen.
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Hund, Katze, Maus

Haustiere sind bei uns Menschen sehr beliebt, und neben Nutztieren wurden Vierbeiner bereits vor mehr als 1000 Jahren zum reinen Vergnügen gehalten. Hund, Katze, Maus – das soll eine Entspannungstechnik sein? Streng genommen natürlich keine, aber: Als Haustierbesitzer kannst Du Dich freuen, denn auch Vierbeiner helfen, Stress abzubauen. Streicheln und Fellkraulen entspannt, und ausgedehntes Gassi gehen sorgt dafür, dass Du – als Hundebesitzer – einmal richtig abschalten kannst. Sich nur aus diesem Grund einen pelzigen Freund anzuschaffen, ist natürlich nicht sinnvoll. Aber wenn Du ohnehin bereits Herrchen oder Frauchen bist oder schon mit dem Gedanken gespielt hast, eines zu werden, kannst Du Dich über diesen positiven Nebeneffekt freuen.
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Tipp für Dich 

Streiche über die Tipps um zu blättern.

Entspannungstechnik erlernen: Was zahlt die Krankenkasse?

Wenn Du eine Entspannungstechnik erlernen möchtest, erkundige Dich vorher bei Deiner Krankenkasse, ob sie sich an den Kosten beteiligt und, wenn ja, unter welchen Bedingungen. Oft werden die Kosten teilweise übernommen, wenn es sich um eine Form der Gesundheitsvorsorge handelt. Einige Krankenkassen bieten sogar eigene Kurse an.
 
Entspannungstechnik erlernen: Was zahlt die Krankenkasse?
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Erstellt am: 15.09.2014
Zuletzt geändert am: 07.03.2016
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