Im Gleichgewicht mit Morbus Chron und Colitis ulcerosa

Die CED kann Dein Leben ganz schön durcheinanderbringen. Werde aktiv: Informiere Dich, such Dir Austausch und Unterstützung. So lernst Du Schritt für Schritt, die Krankheit zu akzeptieren und gut mit ihr zu leben. So kann das Leben trotz CED zu einem Leben mit CED werden – und die Lebensqualität verbessert sich kann und welcher Arzt Bescheid weiß.

PD Dr. med. Claas Lahmann

Prof. Dr. med. Claas Lahmann
Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.

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Im Gleichgewicht mit Morbus Crohn und
Colitis ulcerosa

Die CED kann Dein Leben ganz schön durcheinander-
bringen. Werde aktiv: Informiere Dich, such Dir
Austausch und Unterstützung. So lernst Du Schritt
für Schritt, die Krankheit zu akzeptieren und gut mit
ihr zu leben. So kann das Leben trotz CED zu einem
Leben mit CED werden – und die Lebensqualität
verbessert sich kann und welcher Arzt
Bescheid weiß.
Prof. Dr. med. Claas Lahmann
Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.
Prof. Dr. med. Claas Lahmann
Thema
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Stress durch CED oder CED durch Stress?


„Ich bin total gestresst“ – wer kennt dieses Gefühl nicht? Doch was ist Stress überhaupt? Stress bedeutet, dass der Körper sich an Belastungen anpasst. Das erfolgt dadurch, dass Stresshormone ausgeschüttet und somit kurzfristig zusätzliche Kräfte mobilisiert werden. Eigentlich also eine gute Sache, denn richtig dosiert kann Stress anregend wirken und helfen, leistungsfähig zu bleiben. Zu Problemen kann es jedoch kommen, wenn Stress zu stark wird oder über einen längeren Zeitraum anhält. Unser Körper bleibt dann dauerhaft in „Alarmbereitschaft“, kann die Situation jedoch nicht bewältigen und es kommt zur Erschöpfung. Die Folgen können ganz unterschiedlich sein: Müdigkeit, Ängste, Verstimmungen oder auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte.

CED stresst!

Zu den Ursachen von CED zählt Stress nicht. Das heißt, er kann nicht der Grund dafür sein, dass die Erkrankung bei Dir ausgebrochen ist. Beeinflussen kann er die Erkrankung jedoch sehr wohl. Vielleicht ist Dir ja auch schon einmal aufgefallen, dass Du in oder nach einer stressigen Zeit stärkere Beschwerden hattest oder es sogar zu einem erneuten Schub gekommen ist. Genau das kann nämlich passieren, wenn psychische Belastungen und Anforderungen zu viel werden. Doch nicht nur die CED kann „reagieren“, auch Ängste oder depressive Verstimmungenkönnen durch zu viel Stress entstehen. Und noch in einem weiteren Zusammenhang stehen Stress und CED: Auch die Krankheit selbst kann zum Stressfaktor werden. Denn Schmerzen, Durchfall, Scham, Angst vor dem nächsten Schub – diese Gesichter der Erkrankung können zu Belastung und somit zu Stress führen. Was heißt das für Dich? Du solltest ganz besonders darauf achten, dass Du nicht zu viel Stress ausgesetzt bist und nicht in eine Situation gerätst – egal, ob durch die CED oder einen anderen Grund –, in der Du Dich überfordert fühlst. Und wenn es doch einmal so weit kommt, solltest Du nicht den Kopf in den Sand stecken und passiv bleiben, sondern dem Stress aktiv entgegenwirken.

Stress bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – vermeiden und bewältigen

Zwei Möglichkeiten gibt es, wie Du ein Stressproblem lösen kannst. Du kannst die Stressquelle beseitigen. Das ist der effektivste Weg. Er funktioniert jedoch leider nicht immer, denn bestimmte Ursachen von Stress lassen sich nicht einfach abschalten – denk etwa an Deine CED als Stressfaktor. Die zweite Möglichkeit ist, dass Du lernst, besser mit dem Stress und seinen Auslösern umzugehen. Dazu gehört, einen aktiven Umgang mit der CED zu entwickeln und möglichst viel für Dein allgemeines Wohlbefinden zu tun. Auch bewusst für Entspannung zu sorgen, ist ein guter Schutzschild gegen Stress.

CED: Besser mit Stress umgehen

Abstand gewinnen

Du hast in einer Situation das Gefühl, den Überblick verloren zu haben und auf der Stelle zu treten? Mach einen Schritt zurück und versuch, das Ganze mit etwas Abstand zu betrachten. So lassen sich Lösungswege besser erkennen.

Positiv denken

Wie ist Dein Glas, halb voll oder halb leer? Wie Du eine Situation bewertest, hat großen Einfluss darauf, wie Du sie empfindest. Natürlich ist damit nicht gemeint, dass Du den ganzen Tag mit einer rosaroten Brille durch das Leben gehst. Doch Dir bewusst zu machen, wo Deine eigenen Stärken liegen und welche Handlungsmöglichkeiten Du hast, kann eine Situation entschärfen.

Für Entspannung sorgen

Sport, ein gutes Buch, die Lieblingsmusik oder eine gezielte Entspannungstechnik – was hilft Dir, einmal so richtig abzuschalten und aufzutanken? Finde Deine persönliche Energiequelle und nutze sie regelmäßig.

Ressourcen schonen

Du mutest Dir gern zu viel zu, und Deine persönlichen Grenzen ignorierst Du schon mal? Besser, Du gehst verantwortungsvoll mit Deinen Ressourcen um. Dazu gehört etwa, Ziele realistisch zu setzen, die eigenen Grenzen zu respektieren, sich auch Verschnaufpausen zu gönnen oder einfach mal „Nein“ zu sagen.

Tipp für Dich 

Streiche über die Tipps um zu blättern.

Leben mit CED im Gleichgewicht

Ein aktiver Umgang mit der CED, eine Entspannungstechnik erlernen, für Entschleunigung sorgen – bei allen Möglichkeiten, Stress anzugehen, kannst Du auch an einen Punkt gelangen, an dem Du das Gefühl hast, selbst nicht mehr Herr der Lage zu werden. Das ist nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist nur, dass Du Dir Unterstützung suchst. Vielleicht kann eine Psychotherapie Dir helfen, neue Strategien zu entwickeln. Sprich am besten mit Deinem Arzt darüber.
 
Leben mit CED im Gleichgewicht
Thema
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Erstellt am: 15.09.2014
Zuletzt geändert am: 07.03.2016
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Macht Dir die CED zu schaffen?

Auch die Erkrankung selbst kann Stress auslösen. Mach den Test, und das Stressbarometer kann Dir einen Anhaltspunkt dafür geben, wie stark die CED an Deinen Nerven zerrt.

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Tipp: Videoantwort

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Was ist die größte Herausforderung im täglichen Leben mit Morbus Crohn und was hilft Dir dabei, diese zu meistern?

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