Ernährung & Genuss

Du bist, was Du isst!

Essen ist wichtig! Es versorgt uns mit allem, was der Körper braucht. Essen ist ebenfalls wichtig, weil es Genuss bedeutet. Beides gilt auch, wenn Du eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hast. Auf den folgenden Seiten findest Du alles zur Ernährung bei CED!

Prof. Dr. med. Dr. oec. troph. Jürgen Stein

Prof. Dr. med. Dr. oec. troph. Jürgen Stein
Leiter der Abteilung für Gastroenterologie, Proktologie und Ernährungsmedizin an den DGD Kliniken Frankfurt Sachsenhausen, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.

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Ernährung: Du bist, was du isst!

Essen ist wichtig! Es versorgt uns mit allem, was
der Körper braucht. Essen ist ebenfalls wichtig,
weil es Genuss bedeutet. Beides gilt auch, wenn
Du eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung
hast. Auf den folgenden Seiten findest Du alles
zur Ernährung bei CED!
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Leiter der Abteilung für Gastroenterologie, Proktologie und Ernährungsmedizin an den DGD Kliniken Frankfurt Sachsenhausen, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.
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Thema
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Getreide und Kartoffeln für mehr Energie bei CED


Die Ernährungspyramide gibt grünes Licht: Gemeinsam mit Obst und Gemüse sind Getreideprodukte und Kartoffeln die Nahrungsmittel zum Sattessen. Sie sind also ein bedeutender Teil einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Und das gleich aus mehreren Gründen: Ähnlich wie Obst und Gemüse enthalten auch Kartoffeln und Getreide viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe  sowie Ballaststoffe. Vollkornprodukte haben einen besonders hohen Anteil an diesen wünschenswerten Inhaltsstoffen, denn diese befinden sich vor allem in den Randschichten und im Keimling von Getreidekörnern – dem Bereich, der bei Weißmehlprodukten entfernt wird. Noch ein Pluspunkt: Vollkornprodukte wie auch Kartoffeln bieten Dir reichlich pflanzliches Eiweiß – ein weiterer wichtiger Bestandteil Deiner Ernährung.

  • Welche Lebensmittel aus Getreide und Kartoffeln bei CED eher gut verträglich oder eher weniger gut verträglich sind, erfährst Du hier.

Ballaststoffe bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa?

Ballaststoffe – meist werden diese Nahrungsbestandteile mit Vollkornprodukten in Verbindung gebracht. Obst und Gemüse sind jedoch genauso wichtige Lieferanten dieser unverdaulichen Kohlenhydrate in unserer Nahrung. Sie sind ausschließlich in pflanzlichen, nicht in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Auch für Dich ist – wenn Deine CED nicht aktiv ist – eine ballaststoffreiche Ernährung die richtige Wahl. Ballaststoffe erhöhen die Speichelsekretion während des Verdauungsvorgangs, sind sättigend und regen die Darmtätigkeit an. Zurückhaltend mit Ballaststoffen solltest Du jedoch sein, wenn Du Stenosen  hast. Auch wenn die Krankheit gerade aktiv ist, kann der Darm durch den Verzicht auf Ballaststoffe geschont werden.

Tipps für Dich 

Streiche über die Tipps um zu blättern.

Dunkles Brot heißt nicht gleich Vollkorn!

Sieh bei Vollkornbackwaren lieber zweimal hin. Denn nicht alles, was dunkel ist oder Körner enthält, ist aus Vollkorn. Oft sind dunkle Brotsorten, z. B. mit Malz, eingefärbt. Andere Waren aus Weißmehl werden mit Körnern auf der Kruste „aufgepeppt“, was jedoch nichts über die Qualität des verwendeten Mehls aussagt. Auch Namen wie Fitnessbrötchen oder Mehrkornbrot können Dich in die Irre führen. Sie sind kein Garant dafür, dass Vollkorn verwendet wurde. Richtig liegst Du in jedem Fall beim Kauf von „Vollkornbrot“, denn das darf nur so genannt werden, wenn der Mehlanteil mindestens zu 90 % aus Vollkornmehl oder -schrot besteht.

 
Dunkles Brot heißt nicht gleich Vollkorn!

Fein gemahlen mit CED oft besser verträglich

Es gibt Vollkornprodukte mit fein gemahlenem Getreide. Probiere doch mal aus, ob Du das besser verträgst als Produkte mit Vollkornschrot oder ganzen Körnern.
 
Fein gemahlen mit CED oft besser verträglich
Thema
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Kraftspender Kohlenhydrate

Brot, Nudeln, Reis, Getreideflocken und auch Kartoffeln – das alles sind Lebensmittel, die viele Kohlenhydrate enthalten und damit zu den Energielieferanten in Deiner Nahrung zählen. Genau genommen handelt es sich bei Kohlenhydraten um Zucker in unterschiedlichen Längen. Wichtig für eine ausgewogene und gesunde Ernährung sind vor allem langkettige Kohlenhydrate aus Stärke. Sie kommen in Kartoffeln, Getreide und auch Gemüse vor. Die Stärke muss in Deinem Körper erst aufgespalten werden, bevor sie genutzt werden kann. Das sorgt dafür, dass sich Dein Blutzuckerspiegel nur langsam erhöht und die Energie längerfristig zur Verfügung steht. Bei den kurzkettigen Kohlenhydraten ist das anders, sie haben eine schnelle aber nur kurzfristige Wirkung. Generell hast Du durch die CED keinen erhöhten Bedarf an Kohlenhydraten. Du kannst jedoch ihren Anteil in Deiner Ernährung erhöhen, wenn Du zunehmen willst.
Erstellt am: 15.09.2014
Zuletzt geändert am: 07.03.2016