Ernährung & Genuss

Du bist, was Du isst!

Essen ist wichtig! Es versorgt uns mit allem, was der Körper braucht. Essen ist ebenfalls wichtig, weil es Genuss bedeutet. Beides gilt auch, wenn Du eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hast. Auf den folgenden Seiten findest Du alles zur Ernährung bei CED!

Prof. Dr. med. Dr. oec. troph. Jürgen Stein

Prof. Dr. med. Dr. oec. troph. Jürgen Stein
Leiter der Abteilung für Gastroenterologie, Proktologie und Ernährungsmedizin an den DGD Kliniken Frankfurt Sachsenhausen, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.

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Ernährung: Du bist, was du isst!

Essen ist wichtig! Es versorgt uns mit allem, was
der Körper braucht. Essen ist ebenfalls wichtig,
weil es Genuss bedeutet. Beides gilt auch, wenn
Du eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung
hast. Auf den folgenden Seiten findest Du alles
zur Ernährung bei CED!
Prof. Dr. med. Dr. oec. troph. Jürgen Stein
Leiter der Abteilung für Gastroenterologie, Proktologie und Ernährungsmedizin an den DGD Kliniken Frankfurt Sachsenhausen, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.
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Thema
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Trinken – wichtige Grundlage der Ernährung bei CED


Unser Körper besteht zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser, und Flüssigkeit wird für viele seiner lebenswichtigen Funktionen benötigt. Blut besteht z. B. hauptsächlich aus Wasser, unsere Zellen sind bei ihrer Arbeit darauf angewiesen und auch die Körpertemperatur wird über Flüssigkeit (Schwitzen) reguliert. Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung mit Durchfällen kann ein Grund sein, vermehrt Flüssigkeit zu verlieren, sodass der Bedarf dann erhöht ist. Auch nach Anlage eines Stomas brauchst Du mehr Flüssigkeit.
Daher ist es wichtig, dass Du für ausreichend Nachschub sorgst. Denn: Fehlt Wasser, kann Dein Körper nicht mehr richtig arbeiten. Einen Teil der benötigten Flüssigkeit nimmst Du über die Nahrung auf, den weiteren Bedarf über das Trinken. Ein gesunder Erwachsener benötigt 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Abhängig von den Beschwerden der CED muss diese Menge für Dich individuell angepasst werden. Lass Dich am besten von Deinem Arzt beraten, was für Dich empfehlenswert ist. Übrigens: Wenn Du während eines Schubs an Gewicht verlierst, überprüfe auch, ob das womöglich mit dem Flüssigkeitsverlust zusammenhängt.
Besonders gut für die Flüssigkeitsversorgung ist Mineralwasser. Ohne Kohlensäure wird es bei CED oft besser vertragen. Es hat – je nach Sorte – einen praktischen Zusatzeffekt: Du bekommst gleichzeitig wichtige Mineralstoffe geliefert. Auch günstig sind ungesüßte milde Tees oder Saftschorlen. Bei Säften greifst Du am besten zu säurearmen Sorten, etwa Pfirsich- oder Birnensaft, denn Säure kann den Darm reizen. Was ist mit starkem Kaffee oder Tee? Beides regt die Darmbewegung an – ist bei Durchfällen also keine gute Wahl.

  • Mehr dazu, welche Getränke eher gut und eher weniger gut verträglich sind, erfährst Du hier.

Du gehörst zu den Menschen, denen es schwerfällt, genügend zu trinken? Achte darauf, dass Du tagsüber immer etwas zu trinken griffbereit hast. Nimm z. B. eine große Wasserflasche mit zur Arbeit und trinke diese bis zum Feierabend aus. Sorg auch für Abwechslung im Glas: mal Mineralwasser oder verschiedene Saftschorlen, mal milder Tee ? so wird es nicht langweilig.

Tipp für Dich 

Streiche über die Tipps um zu blättern.

Praktische App!

Ein Smartphone ist Dein ständiger Begleiter? Dann lass Dich doch einfach von ihm ans Trinken erinnern. Es gibt praktische Apps, die Dich dabei unterstützen, immer wieder zum Wasserglas zu greifen. Hydro Wasser trinken ist ein Beispiel dafür.
 
Praktische App!
Thema
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Ein Gläschen in Ehren … Ist Alkohol bei CED erlaubt?

Gegen einen maßvollen Umgang mit Alkohol ist auch bei einer CED nichts einzuwenden, solange es Dir gut damit geht. Ob Dir Alkohol bekommt, welche Sorte und wie viel genau Du verträgst, lässt sich nicht pauschal sagen. Das ist individuell verschieden. Mit Blick auf Deine Darmschleimhaut ist allerdings niedrigprozentiger Alkohol empfehlenswerter als hochprozentiger – denn letzterer kann die Schleimhaut reizen. Denke bitte auch daran, mit Deinem Arzt über das Thema zu sprechen. Er kann Dir genau sagen, ob es Wechselwirkungen mit Deinen Medikamenten geben könnte.
Erstellt am: 15.09.2014
Zuletzt geändert am: 07.03.2016