Ob Beziehung oder Kinderwunsch: Gemeinsam sind wir stark!

Partnerschaft, Zweisamkeit, Familienplanung: Themen, bei denen die CED Einfluss nehmen kann – aber nicht die Hauptrolle spielen muss. Findet gemeinsam Euren Weg.

PD Dr. med. Birgit Terjung

PD Dr. med. Birgit Terjung
Chefärztin der Abteilung für Innere Medizin – Gastroenterologie an den GFO Kliniken Bonn, Betriebsstätte St. Josef-Hospital, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.

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PD Dr. med. Claas Lahmann

Prof. Dr. med. Claas Lahmann
Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.

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Partnerschaft & Familienplanung - Links zu den Expertenprofilen


Ob Beziehung oder Kinderwunsch: Gemeinsam sind wir stark!

Partnerschaft, Zweisamkeit, Familienplanung:
Themen, bei denen die CED Einfluss nehmen kann –
aber nicht die Hauptrolle spielen muss.
Findet gemeinsam Euren Weg.
PD Dr. med. Birgit Terjung
Chefärztin der Abteilung für Innere Medizin –
Gastroenterologie an den GFO Kliniken Bonn,
Betriebsstätte St. Josef-Hospital, unterstützt
uns inhaltlich bei diesem Thema.

Prof. Dr. med. Claas Lahmann
Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg, unterstützt uns inhaltlich bei diesem Thema.
Thema
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Meine Partnerschaft – und die CED?


Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können alle Lebensbereiche beeinflussen – auch die Partnerschaft. Auf Eurem gemeinsamen Weg ist es wichtig, dass Ihr ein Gleichgewicht mit der CED findet. Das bedeutet, dass Ihr sie nicht ignoriert, aber auch nicht zulasst, dass sie das wichtigste Thema zwischen Euch wird. Dein Partner bzw. Deine Partnerin ist ja gewissermaßen auch von der CED betroffen. Einerseits unterstützt Dich Dein Gegenüber und steht Dir bei, wenn es Dir nicht so gut geht. Andererseits macht er sich auch Sorgen und ist vielleicht manchmal unsicher, wie mit der Situation umgegangen werden soll. Offenheit ist daher eine wichtige Grundlage für Vertrauen und ein Miteinander auf Augenhöhe. Darüber zu sprechen, was in Euch vorgeht, welche Bedürfnisse oder Bedenken Ihr beide habt, kann Unsicherheiten abbauen.

CED: Gemeinsam sind wir stark

Nutzt die Zeit, wenn es Dir gut geht. Unternehmt etwas, plant Aktivitäten. Gemeinsamkeiten und gemeinsame Erlebnisse stärken Dich und Eure Beziehung zueinander. Und wenn einmal ein Plan von der Krankheit durchkreuzt wird? Sprich mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin darüber. Gerade wenn es einmal nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast, ist es wichtig, sich nicht zurückzuziehen, sondern im Austausch zu bleiben. Vielleicht kann Dich Dein Partner bzw. Deine Partnerin auch bei der Behandlung unterstützen, indem Ihr z. B. gemeinsam zu wichtigen Arztterminen geht. Sprecht über die Therapie und darüber, was Dir während des Schubs wichtig ist: Wie viel Hilfe brauchst Du? Was beschäftigt Dich, was Deinen Partner oder Deine Partnerin? Ihr seid beide von der CED sowie ihren Folgen betroffen und mit einer veränderten Situation konfrontiert. Auch Dein Gegenüber muss lernen, damit umzugehen. Versucht, eine Balance zu finden: Wie viel Rückzug und Rücksicht, Gemeinsamkeiten und Freiräume werden wann benötigt?

Eine neue Liebe – mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, heißt es in einem Schlager. Jede neue Partnerschaft bringt aufregende Momente mit sich – und irritierende. Die Buchhalterin fährt Harley, der Französischlehrer geht gern zum Boxen? Nicht alles, was wir von unserem neuen Partner erfahren, passt in das Bild, das wir uns anfangs von ihm gemacht haben. Verständlich, wenn Du nicht gleich beim ersten Date über Deine CED sprichst. Doch wann ist der „richtige“ Zeitpunkt, um das Thema anzuschneiden? Darauf gibt es keine Antwort, die für alle passt. Es kommt also einmal wieder auf Dich und auf die Situation an.

Überlege Dir, womit Du Dich am wohlsten fühlst

  • Du kannst ganz spontan sein und streust das Thema ein, wenn die passende Gelegenheit gekommen ist.
  • Du wartest auf jeden Fall die erste Phase des Kennenlernens ab, weil Du Dich sicherer fühlst, wenn Du schon ein paar Facetten von Deinem Date kennst.
  • Du spielst von Anfang an mit offenen Karten.
  • Du überlegst Dir vorher schon einmal, wie Du das Thema einbringen kannst, denn wenn Du vorbereitet bist, hast Du mehr Selbstvertrauen.

Je ernster es Dir ist, desto eher sollten die Tatsachen auf den Tisch. Das gibt Euch beiden die Chance, durch Offenheit von Anfang an eine Vertrauensbasis aufzubauen. Und sicherlich wird Deine individuelle Entscheidung auch davon beeinflusst werden, wie aktiv Deine CED ausgeprägt ist und wie ausgeprägt die Beschwerden sind.

Tipps für Dich 

Streiche über die Tipps um zu blättern.

CED-Selbsthilfe: Wie gehen andere damit um?

Vielleicht bietet Dir der Austausch mit anderen Menschen, die ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben und in einer vergleichbaren Lebenssituation sind, Unterstützung. Selbsthilfegruppen oder auch Foren bieten diesen Erfahrungsaustausch. Hier erfährst du mehr.
 
CED-Selbsthilfe: Wie gehen andere damit um?

Akuten Herzschmerz lindern

  • Sprich mit Deinem besten Kumpel oder Deiner besten Freundin darüber.
  • Lenk Dich ab und unternimm etwas, das Dir Spaß macht – triff Dich mit Freunden, vielleicht mal zum Billardspielen. Auch wenn Dir vorher überhaupt nicht danach ist – hinterher bist Du bestimmt froh, dass Du es gemacht hast.
  • Gehe zum Sport, das lässt Dich auf andere Gedanken kommen.
Solltest Du das Gefühl haben, in ein sehr tiefes Loch zu fallen und nicht mehr auf die Beine zu kommen, so kannst Du auch diesbezüglich Deinen Arzt ansprechen. Manchmal, aber zum Glück selten, kann sich aus dem Liebeskummer auch eine depressive Phase entwickeln, die mit einer Psychotherapie viel schneller vergeht.
 
Akuten Herzschmerz lindern
Thema
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Liebeskummer

Es ist Schluss?! Geht eine Beziehung in die Brüche, folgt – ganz egal, ob mit oder ohne CED – in den meisten Fällen echter Herzschmerz und eine schwere Zeit. Das ist Dir passiert? Jetzt heißt es, erst einmal wieder zu sich zu finden und neu zu starten. Ein neuer Abschnitt beginnt und – auch wenn es direkt nach der Trennung gar nicht vorstellbar ist – irgendwann eine neue Liebe. Vielleicht fragst Du Dich auch, ob oder wie stark die CED an den Beziehungsproblemen Anteil hatte. Die Krankheit macht Dich nicht aus, ist aber ein Teil von Dir, der Dich immer begleiten wird. Es führt daher kein Weg daran vorbei, dass Dein Partner oder Deine Partnerin die CED akzeptiert und Dich unterstützt. Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass eine Partnerschaft funktioniert, und nicht zu viel verlangt. Wichtig dabei ist Offenheit: Beide in der Beziehung müssen die Möglichkeit haben, Ängste und Sorgen auszusprechen. 
Erstellt am: 15.09.2014
Zuletzt geändert am: 07.03.2016
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