Morbus Crohn:
Alles, was Du wissen solltest!

Was bedeutet es, Morbus Crohn zu haben? Geht das irgendwann wieder weg? Welcher Arzt kann helfen und wie lässt sich das behandeln? Fragen über Fragen! Wir informieren Dich auf diesen Seiten über die Krankheit und darüber, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Morbus Crohn


Morbus Crohn:
Alles, was Du wissen solltest!

Was bedeutet es, Morbus Crohn zu haben? Geht das
irgendwann wieder weg? Welcher Arzt kann helfen
und wie lässt sich das behandeln? Fragen über Fragen!
Wir informieren Dich auf diesen Seiten über die
Krankheit und darüber, welche Behandlungsmöglichkeiten
es gibt.
Thema
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Morbus Crohn: Was und wie?


Morbus Crohn ist – neben Colitis ulcerosa – die häufigste chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Chronisch bedeutet, sie kann nicht geheilt werden. Unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten sorgen aber dafür, die Krankheit in Schach zu halten. Morbus ist übrigens das lateinische Wort für Krankheit und Namensgeber von Morbus Crohn ist der US-amerikanische Arzt Burril Bernard Crohn. Er war der Erste, der die Krankheit genauer beschrieben hat, das war 1932. Seitdem ist viel zu Morbus Crohn geforscht worden und wir wissen heute eine Menge über die Krankheit. So ist z. B. bekannt, dass das Immunsystem eine entscheidende Rolle spielt. Trotzdem sind immer noch nicht alle Einzelheiten zur Erkrankung entschlüsselt.

Fünf Fakten über die Entzündung bei Morbus Crohn

  1. Die Entzündung kann im ganzen Verdauungstrakt vom Mund bis zum After vorkommen – besonders häufig ist jedoch der Übergang vom Dünn- in den Dickdarm betroffen.
  2. Entzündete Stellen im Darm sind fleckenförmig verteilt, entzündete und gesunde Bereiche grenzen aneinander.
  3. Die Entzündung im Darm kann in alle Schichten der Darmwand vordringen.
  4. Die Krankheit zeigt sich in Schüben: Zeiten mit und ohne Beschwerden wechseln sich ab.
  5. Durch die ständige Entzündung kann der Darm im Laufe der Erkrankung dauerhaft Schaden nehmen, daher ist eine frühzeitige und wirksame Behandlung wichtig.


Ursachen und Häufigkeit von Morbus Crohn

Dich interessiert, welche Auslöser es für Morbus Crohn gibt und wie häufig die Krankheit vorkommt? Dann hier entlang.

Wie sich Morbus Crohn entwickelt

Morbus Crohn kann sich mit der Zeit ganz unterschiedlich entwickeln. Häufige Schübe oder nur selten? Viele Organe im Verdauungstrakt oder nur der Übergang vom Dünn- in den Dickdarm sind entzündet? Voraussagen lässt sich das leider nicht. Doch unabhängig davon, wie die Erkrankung verläuft, die anhaltende Entzündung führt mit der Zeit zu einer Schädigung des Darms. Daher ist eine frühzeitige und wirksame Behandlung besonders wichtig.

Morbus Crohn in Zahlen


So macht sich Morbus Crohn bemerkbar

Die Diagnose von Morbus Crohn ist nicht immer ganz einfach, denn die Beschwerden können – insbesondere zu Beginn der Krankheit – sehr verschieden sein. Wer Blähungen und Durchfall hat oder sich allgemein einfach nicht fit fühlt, denkt nicht gleich an Morbus Crohn, doch genau so können die ersten Zeichen sein.

Beschwerden bei Morbus Crohn

  • krampfartige Bauchschmerzen, oft im rechten Unterbauch, meist ein bis zwei Stunden nach dem Essen
  • anhaltender wässriger oder breiiger Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Fieber – insbesondere, wenn die Krankheit stark ausgeprägt ist
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Morbus Crohn: Beschwerden nicht nur im Darm

Die Beschwerden von Morbus Crohn beschränken sich nicht immer nur auf den Verdauungstrakt, auch andere Organe können beeinträchtigt sein. Das solltest Du wissen, wenn Du Morbus Crohn hast. Mehr dazu

Komplikationen bei Morbus Crohn

Es kann vorkommen, dass sich die Entzündung bei Morbus Crohn nicht nur auf die Darmwand beschränkt, sondern darüber hinaus ausbreitet. Dadurch können sich Fisteln bilden. Das sind röhrenförmige Verbindungen zwischen zwei Darmschlingen, zwischen Darm und Haut oder zwischen dem Darm und anderen Organen. Ausgehend von einer Fistel kann des dann wiederum zu einem Abszess kommen, einer entzündlichen Eiteransammlung. Eine weitere Komplikation bei Morbus Crohn sind Stenosen, Verengungen im Darm. Sie entstehen, wenn die entzündete Darmschleimhaut geschwollen ist oder mit der Zeit vernarbt.

Darmkrebsrisiko: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Du hast Morbus Crohn und Dein Dickdarm ist betroffen? Dann sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für Dich wichtig. Abhängig davon, wie lange Du die Krankheit schon hast und wie ausgeprägt sie ist, steigt möglicherweise das Risiko für Darmkrebs (kolorektales Karzinom). Darmspiegelungen mit Biopsie  sorgen jedoch dafür, das Risiko im Blick zu behalten. Dein Arzt kann Dir genau sagen, ab wann und wie oft diese Vorsorge bei Dir angebracht ist.


Behandlung – für jeden das Passende

Heilbar ist Morbus Crohn nicht – kann aber gut behandelt werden. So werden die Beschwerden langfristig kontrolliert. Entschieden, welche Medikamente zum Einsatz kommen wird immer individuell.

Hier erfährst Du mehr.

Quellen: Zeitz M, Schmidt H H-J, Bojarski C (Hrsg.). Harrisons Gastroenterologie und Hepatologie. Berlin: ABW Wissenschaftsverlag, 2011. | Baumgart DC. Diagnostik und Therapie von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(8): 123-33; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0123. | Baumgart DC, Sandborn WJ. Crohn’s disease. Lancet 2012; 380: 1590-1605; DOI: 10.1016/S0140-6736(12)60026-9. Erstellt am: 15.09.2014
Zuletzt geändert am: 11.01.2016
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