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Thema
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14.02.2018

Aktuelles

Rhein-Main-Transitionsprogramm für Jugendliche mit CED gestartet

CED-Transitionsprogramm gestartet

Beim Kinder- und Jugendgastroenterologen sind junge Menschen mit CED gut aufgehoben. Mit dem Erwachsenwerden übernimmt dann ein Erwachsenengastroenterologe die medizinische Betreuung. „Transition“ lautet der Fachbegriff für diesen Übergang. Sie fällt in eine oft turbulente Zeit mit vielen Veränderungen: Körper, Gefühle und Einstellungen sind im Wandel. Der Arztwechsel sollte daher gut vorbereitet werden, damit es keine Unterbrechung in der Therapie gibt und die Krankheit durchgehend gut behandelt wird. In einigen Regionen in Deutschland helfen strukturierte Programme bei der Transition, zum Beispiel das Berliner Transitionsprogramm (BTP). Im Rhein-Main-Gebiet ist nun in Anlehnung an das BTP ein neues Transitionsprogramm für Jugendliche mit CED hinzugekommen.
Wissenschaftlich ist belegt, dass der Übergang in die Erwachsenenmedizin besser gelingt, wenn er durch ein strukturiertes Programm begleitet wird. So zeigt eine Studie mit Jugendlichen mit Morbus Crohn, dass bei denjenigen, die an einem Transitionsprogramm teilnahmen, die Erkrankung häufiger unter Kontrolle war, es seltener zu Operationen kam sowie weniger oft Arzttermine und die Einnahme der Medikamente versäumt wurden als bei den Studienteilnehmern ohne Programm.

Alle in einem Boot: Jugendlicher, Eltern und Ärzte

Durch die Teilnahme an einem Transitionsprogramm wird jungen Menschen mit CED Raum gegeben, den eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung zu lernen. So können sie Vertrauen zum neuen Arzt aufbauen und verlieren die Behandlung nicht aus dem Blick. Auch Eltern können durch den begleiteten Wechsel in ihrer Rolle gestärkt werden. Sie sind und bleiben wichtige Bezugspersonen für ihr Kind. Trotzdem müssen sie lernen, loszulassen und nach und nach den selbstständigen Umgang ihres Kindes mit der Erkrankung zu fördern.
Das Rhein-Main-Transitionsprogramm sorgt für eine fortlaufende Betreuung beim Arztwechsel. Alle Beteiligten werden ins Boot geholt, sodass der Jugendliche, seine Eltern und der Kinder- wie auch der Erwachsenenarzt über alles informiert sind. Fester Ansprechpartner für den Wechsel sind die Mitarbeiter des Fallmanagements des Programms. Sie organisieren den Übergang und unterstützen in allen Fragen beim Wechsel. Infrage kommt das Programm für Jugendliche mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa ab dem Alter von etwa 16 Jahren. Der Arztwechsel erfolgt dann spätestens mit 18. Auf der Internetseite des Rhein-Main-Transitionsprogramms gibt es alle Infos zum Ablauf und Inhalt für Jugendliche wie Eltern und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme.


Bei Dir ist es demnächst Zeit für den Arztwechsel und Du wohnst im Rhein-Main-Gebiet?

Über die Internetseite oder direkt über den Kinder- und Jugendgastroenterologen läuft der erste Kontakt für eine Teilnahme. Wenn das Programm für Dich das richtige ist, kann der Teilnahmeantrag gestellt werden. Ist die Finanzierung mit der Krankenkasse geklärt, erhältst Du ein Starterpaket mit Informationen und Fragebögen. Vor dem Arztwechsel erfolgt ein erstes Transitionsgespräch mit Deinem behandelnden Kinder- und Jugendgastroenterologen zur Vorbereitung des Übergangs. Die Mitarbeiter des Programms helfen Dir bei der Kontaktaufnahme und Terminabstimmung mit dem Erwachsenenarzt, der die Betreuung übernehmen wird. Sie unterstützen auch dabei, dass der neue Arzt alle notwendigen Informationen zu Dir und Deiner Krankengeschichte bekommt. Dann folgt ein zweites Transitionsgespräch beim Erwachsenenarzt, bei dem auch der Kinder- und Jugendarzt anwesend sein kann. Dabei gibt es die Gelegenheit über die CED, den weiteren Umgang mit ihr sowie die Behandlung zu sprechen. Ein abschließendes Gespräch zur Transition führt Ihr etwa ein Jahr nach dem Übergang. Die Ansprechpartner vom Transitionsprogramm unterstützen Dich beim gesamten Ablauf und der Koordination.

Gut aufgehoben mit CED, auch als Erwachsener

Der Wechsel zum Erwachsenenarzt wird von Jugendlichen mit CED häufig als großer Einschnitt erlebt. Ein begleiteter Übergang kann dabei helfen, Vertrauen zum neuen Arzt aufzubauen und selbstständig mit der eigenen Erkrankung umzugehen. Besteht keine Möglichkeit, an einem Programm zur Transition teilzunehmen, lohnt es sich, mit den beteiligten Ärzten darüber zu sprechen, wie der Übergang am besten gestaltet werden kann.