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Thema
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05.02.2019

Aktuelles

50 plus und CED: Impfung gegen Gürtelrose empfohlen

Impfen bei CED: Herpes Zoster

Durch Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa kann Dein Risiko für Infektionserkrankungen erhöht sein. Wenn Deine Behandlung das Immunsystem beeinflusst, kann diese Anfälligkeit nochmals größer werden. Aus diesem Grund sollte Dein Impfschutz immer auf dem neuesten Stand sein. Bei den Empfehlungen, gegen welche Erkrankungen Menschen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa geimpft sein sollten, gibt es Neuigkeiten: Seit Dezember 2018 zählt bei CED auch die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) mit dem relativ neuen Totimpfstoff zu den von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfohlenen Standardimpfungen - allerdings erst ab einem Alter von 50 Jahren. Wenn Du zu der Altersklasse 50 plus zählst, solltest Du mit Deinem behandelnden Gastroenterologen darüber sprechen, ob eine Impfung gegen Gürtelrose für Dich sinnvoll ist. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Impfung bislang jedoch noch nicht. Dafür muss der Gemeinsame Bundesausschuss  noch über die Kostenübernahme entscheiden. In der Regel wird den Empfehlungen der STIKO jedoch gefolgt.

Als Kind Windpocken – im Alter Gürtelrose?

Verursacht wird Gürtelrose durch das sogenannte Varizella-Zoster-Virus (VZV). Die meisten Menschen kommen bereits als Kind damit in Kontakt, es verursacht dann Windpocken. Sind die Windpocken überstanden, bleibt das Virus jedoch als sogenannter „Schläfer“ in den Nervenzellen im Körper zurück und kann später im Leben Herpes Zoster verursachen. Am häufigsten tritt Gürtelrose bei über 50-Jährigen auf. Wenn das Immunsystem beeinträchtigt ist, etwa durch eine Erkrankung wie CED oder eine Therapie, ist das Risiko für eine Gürtelrose erhöht. Mehr als 300.000 Menschen bekommen in Deutschland jährlich eine Gürtelrose. Das erste Anzeichen für Herpes Zoster ist meist ein brennender Schmerz. Typisch ist, dass sich später Bläschen in dem Bereich auf der Haut bilden, der zu dem von der Erkrankung betroffenen Hautnerv gehört.

Impfung gegen Herpes Zoster in zwei Schritten

Die Empfehlungen zur Gürtelrose-Impfung des RKI beziehen sich auf einen Impfstoff, der seit Mai 2018 zugelassen ist. Da es sich um einen sogenannten Totimpfstoff handelt, kann er auch verabreicht werden, wenn die CED mit Medikamenten behandelt wird, die das Immunsystem beeinflussen. Mit Lebendimpfstoffen darf in diesen Fällen nicht geimpft werden. Du hast mit Deinem Arzt besprochen, dass die Herpes-Zoster-Impfung bei Dir durchgeführt werden soll? Dann heißt es für Dich zweimal piken, denn der Impfstoff wird in zwei Dosen im Abstand von zwei bis sechs Monaten verabreicht. Vergiss nicht, Deinen Impfpass mit zum Impftermin zu nehmen, damit Dein neuer Impfschutz direkt eingetragen werden kann.

Quelle: Robert Koch-Institut (Hrsg.). Wissenschaftliche Begründung zur Empfehlung einer Impfung mit dem Herpes zoster-subunit-Totimpfstoff. Epidem Bull 2018; 50: 525–554.