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Thema
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21.11.2016

Aktuelles

Studie untersucht: Wie genau ist Ultraschall bei Morbus Crohn?

Ultraschall bei Morbus Crohn

Bei Morbus Crohn sind regelmäßige Kontrollen beim Arzt wichtig. So kann er immer ein Auge darauf haben, wie die Krankheit sich entwickelt, ob die Therapie wirksam ist, sie angepasst werden muss oder ob ein Wechsel der Behandlung in Betracht gezogen werden sollte. Ultraschall hat gegenüber anderen Untersuchungsmethoden einige Vorteile: Es entsteht im Gegensatz zur Computertomographie keine Belastung durch Strahlung; Ultraschall ist in den meisten Praxen verfügbar, und der technische Aufwand ist gering – anders als bei der Magnetresonanztomografie (MRT). Im Gegensatz zur Darmspiegelung muss für einen Ultraschall im Vorfeld der Darm nicht entleert werden. Somit ist dieses Verfahren für Patient und Arzt weniger aufwendig. Darüber hinaus können mehr Darmregionen (Dünndarm und Dickdarm) untersucht und tiefere Darmwandschichten beurteilt werden als mit der Spiegelung, bei der nur die Schleimhautseite des Darms eingesehen werden kann. Doch ist Ultraschall auch genau genug, um die Entzündung im Darm, ihre Ausdehnung sowie Fisteln , Stenosen  oder Abszesse  zu erkennen? Antworten darauf gibt eine neue Studie.

TRUST-Studie: Ultraschall bei Morbus Crohn geht in die Tiefe

In der TRUST*-Studie wurde genau untersucht, ob sich Ultraschall für die routinemäßige Kontrolle bei Morbus Crohn eignet. 234 Teilnehmer mit mittelschwerem bis schwerem aktivem Morbus Crohn zählte die Beobachtungsstudie, die in gastroenterologischen Kliniken und Praxen in ganz Deutschland durchgeführt wurde. Alle Teilnehmer befanden sich bei Studienbeginn in der Situation, dass eine neue Therapie begonnen oder die bestehende angepasst werden musste. Über ein Jahr hinweg wurde alle drei Monate eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Die Entzündung, die Dicke der Darmwand in bestimmten Abschnitten, Verengungen, Fisteln und Abszesse wurden genau begutachtet und Veränderungen dokumentiert. Die Ergebnisse der TRUST-Studie zeigen nun, dass Ultraschall eine sehr genaue und verlässliche Methode für die Verlaufskontrolle bei Morbus Crohn ist.  Fazit: Bei der Diagnosestellung und auch in bestimmten Situationen während des Krankheitsverlaufs kann Ultraschall andere Untersuchungsmethoden zwar nicht vollständig ersetzen – als routinemäßige Untersuchung zur Verlaufskontrolle ist Ultraschall jedoch eine gute, patientenfreundliche und kaum belästigende ergänzende Methode.
* TRansabdominal Ultrasonography of the bowel in Subjects with Crohn’s disease To monitor disease activity = Ultraschall des Darms durch die Bauchdecke bei Menschen mit Morbus Crohn zur Beobachtung der Krankheitsaktivität
Quellen: Preiß J et al. Aktualisierte S3-Leitlinie – „Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn“. Z Gastroenterol 2014; 52, 1431–1484. | Kucharzik T et al. Darmultraschall ist effizient zur Verlaufskontrolle von Morbus Crohn: Ergebnisse der TRUST Studie. DGVS 2016. Kurzvortragssitzung. | Kucharzik T et al. Bowel ultrasound is useful in Crohn’s disease monitoring: Analysis from the TRUST study in Germany. ECCO 2015. Poster 512.