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Thema
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17.10.2016

Aktuelles

Vitamin D: Mangel bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ausgleichen

Vitamin-D-Mangel bei CED

Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa kommt es häufiger zu einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Seit einigen Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Menschen mit CED nicht nur das Osteoporoserisiko erhöht, sondern auch die Entzündungsaktivität der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Eine große Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern der Universität Pittsburgh hat den Zusammenhang zwischen dem Krankheitsverlauf und dem Vitamin-D-Spiegel untersucht. Dabei kam heraus, dass ein Mangel an Vitamin D oft mit einem schweren Verlauf der CED in Verbindung steht. Eine regelmäßige Kontrolle des Vitamin-D-Spiegels und der Ausgleich eines Mangels sind daher insbesondere bei Menschen mit schwerer CED empfehlenswert.

CED-Studie: Vitamin-D-Spiegel über fünf Jahre beobachtet

965 Menschen mit CED nahmen an der Studie teil – 61,9 % mit Morbus Crohn und 38,1 % mit Colitis ulcerosa. Über fünf Jahre wurde ihr Vitamin-D-Spiegel überprüft. Darüber hinaus hielten die Wissenschaftler fest, wie sich die CED bei den Teilnehmern der Studie in dieser Zeit entwickelte. Dazu wurde beobachtet, wie aktiv die Krankheit war, ob die Therapie verändert wurde, welche Untersuchungen der Arzt gemacht hat, ob Schmerzen vorkamen und wie sich die Lebensqualität verändert hat. Das Ergebnis: Fast ein Drittel der Teilnehmer der Studie hatten einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Im Vergleich zu den Teilnehmern ohne Vitamin-D-Mangel hatten sie eine höhere Krankheitsaktivität, brauchten mehr Medikamente, mussten häufiger ins Krankenhaus und öfter operiert werden. Wurde der Mangel an Vitamin D behandelt, wurden weniger ärztliche Leistungen benötigt. Die Studie macht klar, wie wichtig es ist, einen Nährstoffmangel bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auszugleichen. Bei Patienten mit CED sollte also regelmäßig der Vitamin-D-Spiegel gemessen und zumindest bei Nachweis eines Mangels Vitamin D auch entsprechend ergänzt werden. Dies senkt nicht nur das Risiko einer Osteoporose, sondern erniedrigt auch die Krankheitsaktivität.
Quelle: Kabbani TA et al. Association of Vitamin D Level With Clinical Status in Inflammatory Bowel Disease: A 5-Year Longitudinal Study. Am J Gastroenterol 2016; 111 (5): 712–719.