CED auf einen Blick

Unter dem Begriff chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) werden in erster Linie zwei Krankheitsbilder zusammengefasst: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Bei beiden spielt das Immunsystem – die körpereigene Abwehr – eine wesentliche Rolle. Das zeigt sich in diesem Fall durch eine Entzündung im Verdauungstrakt.

Überblick CED


CED auf einen Blick

Unter dem Begriff chronisch-entzündliche Darm-
erkrankungen (CED) werden in erster Linie zwei Krankheits-
bilder zusammengefasst: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Bei beiden spielt das Immunsystem – die körpereigene
Abwehr – eine wesentliche Rolle. Das zeigt sich in diesem
Fall durch eine Entzündung im Verdauungstrakt.
Thema
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CED-Therapie: Beipackzettel – was steht drauf?


Die Gebrauchsinformation – so die offizielle Bezeichnung des Beipackzettels – gibt Auskunft über die genaue Anwendung eines Medikaments und informiert über mögliche Risiken. Wenn Du für Deine CED ein Arzneimittel verschrieben bekommst, ist es also gut zu wissen, was die Inhalte im Beipackzettel zu bedeuten haben. Doch das Kleingedruckte ist häufig nicht so einfach zu verstehen, und lange Listen von Risiken und Nebenwirkungen müssen erst einmal eingeordnet werden. Dein behandelnder Gastroenterologe kann Dir Deine Fragen zu Deiner Therapie beantworten.

Der Steckbrief Deines CED-Medikament

Für die Hersteller von Medikamenten ist durch das Arzneimittelgesetz (AMG) genau vorgeschrieben, welche Infos in welcher Reihenfolge in den Beipackzettel gehören. 

Was ist eigentlich drin und wofür wird das Medikament angewendet? Diese Frage beantwortet der Beipackzettel zuerst: Name des Medikaments, Wirkstoff sowie Hilfsstoffe und auch die Erkrankungen oder Beschwerden, für die es eingesetzt wird. Im zweiten Abschnitt geht es dann um die Besonderheiten: Was musst Du beachten? Hier lohnt sich der genaue Blick, denn Du erfährst zum Beispiel:

  • wann das Medikament nicht angewendet werden darf, zum Beispiel bei bestimmten anderen Krankheiten oder Beschwerden
  • bei welchen Beschwerden und Krankheiten eine besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist und mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollten
  • mit welchen anderen Medikamenten es zu Wechselwirkungen kommen kann
  • wie es mit der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit aussieht
  • ob auch Kinder das Medikament nehmen dürfen und wenn ja, ab welchem Alter
  • ob man bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein muss

Auch der dritte Abschnitt verdient Deine Aufmerksamkeit. Wie viel, wie häufig, vor oder nach dem Essen, in Wasser aufgelöst oder unter die Haut gespritzt: Hier erfährst Du alles über die genaue Anwendung und auch, was zu tun ist, wenn Du das Medikament einmal vergessen – oder zu viel davon genommen – hast.

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung?

Im vierten Abschnitt des Beipackzettels geht es um die Nebenwirkungen. Diese Liste ist bei fast allen Medikamenten sehr lang. Alle Beschwerden, die unter der Therapie auftreten, auch selbst nur der Verdacht darauf, werden vom Hersteller sowie von den Behörden dokumentiert. Arzneimittelhersteller sind verpflichtet, sämtliche – häufige wie auch seltene – Nebenwirkungen auf dem Beipackzettel zu nennen. Zu jeder Nebenwirkung wird angegeben, wie häufig sie ist. Doch: Was bedeuten die Angaben wie „sehr häufig“ und „häufig“ eigentlich?

Sehr häufig:
Kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen
Häufig:
Kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich:
Kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten:
Kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
Sehr selten:
Kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Selten oder nicht, bei wem kann nun eine Nebenwirkung auftreten? Jeder Mensch bringt sehr unterschiedliche Voraussetzungen für eine Behandlung mit. Jung oder alt, dick oder dünn, Sportler oder Couch-Potato, hoher oder niedriger Blutdruck: Viele Dinge können Einfluss auf die Wirkung eines Medikaments haben. Die Erbanlagen sind verschieden, die körperliche Verfassung und der Lebensstil auch. Daher lässt sich nicht voraussagen, ob es zu einer Nebenwirkung kommt oder nicht. Falls Du unter Deiner Therapie unerwünschte Wirkungen bemerkst, teile es Deinen Arzt mit.

Medikamente muss man nehmen, damit sie wirken können

Damit Deine Behandlung wirken kann und Du möglichst wenig von der CED behelligt wirst, ist es wichtig, dass Du es mit der Therapie ganz genau nimmst. Daher solltest Du Dich gut mit Deinen Medikamenten auskennen. Lass Dich vom Kleingedruckten auf dem Beipackzettel nicht abschrecken. Wenn Du Fragen hast, wenn Du mehr zu einer bestimmten möglichen Nebenwirkung bei Dir wissen willst, wenn Dir etwas komisch vorkommt: Sprich mit Deinem Arzt darüber!
Erstellt am: 21.08.2017
Tipp: CED-Tagebuch

Mehr Durchblick mit dem CED-Tagebuch

Es ist sinnvoll, wenn Du in einem Tagebuch notierst, welche Medikamente Du wann und in welcher Dosierung nimmst, ob Du Schmerzen oder Durchfall hast und wie es Dir insgesamt geht.
Eine Vorlage für Dein CED-Tagebuch erhältst Du hier.

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